Projektbeschreibung

Der Entschluss für einen Neubau fiel 2019, Beratungen über eine sinnvolle Verwendung des Gebäudes Badestraße 111 gab es schon lange davor. So wurde die damalige Nutzung der ehemaligen Kurverwaltung bereits 2009 von den Stadtvertretern als nicht optimal bezeichnet und angeregt, ein Konzept für die Nutzung durch das Nationalparkamt, die Schutzstation Wattenmeer sowie eine Restauration bei Anwendung und Präsentation regenerativer Energien zu erstellen. Die nachhaltige, auf das Wattenmeer ausgerichtete Nutzung sollte im Vordergrund stehen und ein dezentraler Erlebnispunkt geschaffen werden. Zudem galt es, eine mögliche Bezuschussung durch die Aktiv-Region Uthlande zu prüfen.

In den Folgejahren stand das Thema immer wieder auf den Tagesordnungen der Ausschüsse, die Umsetzung scheiterte jedoch an der Finanzierung. 2019 wurde die Bietergemeinschaft iwb Ingenieurgesellschaft mbH (Pinneberg) und Winkelmüller Architekten GmbH (Berlin) mit einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung beauftragt. Sie stellten die Möglichkeit einer Sanierung, die zudem eine Erweiterung durch einen Teilneubau vorsah, und die Variante Neubau auf den Prüfstand. Den Abriss des bestehenden Gebäudes und einen Neubau an gleicher Stelle hatte das Architekturbüro Winkelmüller mit einer ersten Entwurfsplanung dargestellt.

Es stellte sich heraus, dass die zuvor im Rahmen einer Machbarkeitsstudie angesetzten Kosten für die Sanierung und den Teilneubau zu gering ermittelt worden waren. Die neuen Berechnungen ergaben Kosten von etwa 3,4 Millionen Euro. Dieser Summe stehen die kalkulierten Kosten in Höhe von knapp 3,9 Millionen Euro für einen Neubau gegenüber (jeweils einschließlich 25 Prozent Inselzuschlag). Laut Gebäudemanagement Schleswig-Holstein sollte ein Neubau in jedem Fall einer Sanierung vorgezogen werden, wenn die Kosten für die Sanierung etwa 80 Prozent der Kosten für einen Neubau betragen. Da die Sanierungskosten im Fall Badestraße 111 etwa 88 Prozent erreichen, ist ein Neubau wirtschaftlicher.

Vor diesem Hintergrund und unter der Maßgabe, dass das Projekt „Nationalparkhaus Föhr“ bei einem Neubau auf Grundlage der Entwurfsplanung des Architekturbüros Winkelmüller vom Land gefördert wird, beschloss die Stadtvertretung im Dezember 2019, diese Variante weiterzuverfolgen und einen Förderantrag zu stellen. Parallel wurde der Bauantrag zur Bearbeitung an den Kreis Nordfriesland übersandt.