Stadt Wyk auf Föhr bereit für die besondere winterliche Situation

08.01.2026

Nun ist der Winter mit Macht da. Die anhaltende Schneesituation und das für das Wochenende vorhergesagte Sturmtief stellen für die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Wyk auf Föhr eine Herausforderung dar. Doch es ist etwas, auf das man gut vorbereitet ist. Der Fuhrpark ist bestmöglich ausgerüstet, es ist genügend Sand und Salz eingelagert. Nun heißt es, den Wetterbericht genau im Auge zu behalten und Tag und Nacht bereit zu sein.

Bereits seit Anfang November gilt die gesetzlich vorgeschriebene 24/7-Bereitschaft. Doch man kann nicht überall zugleich sein. Allein die begrenzte Anzahl an Mitarbeitern macht eine Prioritätenliste unabdingbar. So wird beispielsweise der Rebbelstieg mit der Inselklinik und dem Gerätehaus, der Hafen, die Boldixumer Straße, der Flugplatz mit dem Heliport sowie kritische Infrastruktur wie Tankstellen und natürlich Hauptstraßen vorrangig für die Passierbarkeit bedient. Andere Bereiche wie z.B. die Fußgängerzone werden dagegen nachrangig behandelt.

Der Erfolg des Winterdienstes ist jedoch auch von der Mithilfe der Bürgerschaft abhängig. Nicht nur ist jeder Grundstückseigentümer laut Satzung verpflichtet, den Bürgersteig freizuhalten (oder durch eine Firma dafür zu sorgen), die Schneemassen sollten dabei bitte bevorzugt aufs Grundstück statt auf die Straße geschippt werden. Die Fahrer der Räumfahrzeuge bitten zudem zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit darum, Fahrzeuge (wo es möglich ist) vom Straßenrand zu entfernen und auf dem Grundstück zu parken. 

Neben der Stadt Wyk ist auch der LBV.SH auf der Insel derzeit im Wintereinsatz. Rund 90 km legen deren Räumfahrzeuge bei einer Tour zurück. Sind 230 km an einem Tag normal, fallen bei Schneeverwehungen (wie jetzt angesagt) sogar 300 km pro Tag an. „Ja, Wind ist der größte Gegner. Schneeverwehungen zu begegnen ist eine Herausforderung“ weiß auch Finn Schaefer, der Bauhofleiter der Stadt Wyk. Was dem Leiter des städtischen Bauhofes besonders bei der Handhabung des LBV.SH imponiert, ist der dortige vermehrte Einsatz von Sole FS30 statt Streusalz. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Feuchtsalz. Dabei wird normales Kochsalz (NaCl, Natriumchlorid) ausgestreut und mit 30% Salzsole (20-prozentige Lösung) angefeuchtet. Durch die Salzsole haftet das Salz auf der Straße und wird nicht so schnell durch den Wind fortgeweht. 

„Diese Vorgehensweise wünsche ich mir zukünftig auch bei der Stadt Wyk“, sagt auch Bürgermeister Uli Hess. „Mein Motto war schon immer: Salz sofern nötig, aber so wenig wie möglich“. Das neue Streufahrzeug der Stadt Wyk sei bereits hierfür ausgerüstet; das alte könne entsprechend nachgerüstet werden, sagt das Stadtoberhaupt und fügt hinzu: „Wir sind für dieses Jahr gut vorbereitet. Fürs kommende Jahr wollen wir aber die Mittel für die effektivere und auch umweltschonendere Sole-Alternative zur Glättebekämpfung bereitstellen.“

Auch wenn die Stadt Wyk in diesen winterlichen Tagen alles tut, diesen besonderen Witterungsverhältnissen zu begegnen, wird um besondere Vorsicht und auch Vernunft gebeten. Es wird gebeten, das Haus nur zu verlassen, wenn dies unabweisbar sei. Man solle sich bitte nicht in Gefahr begeben, welche durch Glätte, herabstürzende Eiszapfen und schneebehangene Äste vielerorts lauert. Der Sicherheitsgedanke habe diese Tage absoluten Vorrang.