Gefährliche Brandstiftung in der Toilettenanlage im alten Hafenamt
16.02.2026
War es eine TikTok-Challenge? War es Übermut? In jedem Fall ist es Vandalismus der übelsten Art. Und es hätte auch ganz anders ausgehen können!
Am Sonntag, den 15.02.2026 bemerkten Passanten gegen 16 Uhr starken Brandgeruch im Damenbereich der Toilettenanlage des alten Hafenamtes. Ein hinzueilender Mitarbeiter des Städtischen Bauhofes entdeckte im dichten blauen Nebel sofort den Brandherd: In einer der Kabinen war das Toilettenbecken mit Toilettenpapier vollgestopft und in Brand gesetzt worden. Anschließend war der Toilettendeckel noch herabgelassen worden. In Eigenleistung konnte der städtische Mitarbeiter das Feuer löschen, noch bevor die Feuerwehr hinzukam.
Bei dieser mutwilligen Zerstörung handelt es sich um ein ernstes Delikt gemäß § 306 StGB, das mit Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren geahndet werden kann. Neben dem Sachschaden bestand die große Gefahr der Rauchvergiftung und der Ausbreitung des Feuers. Die betroffene Toilettenkabine wird bis zur vollständigen Behebung des Schadens verschlossen bleiben.
Bereits im vergangenen August war die Toilettenanlage im alten Hafenamt Opfer von wildem Vandalismus geworden. Damals kam es im Herrenbereich zu abstoßenden Sprühattacken. Und auch in der Toilettenanlage der Löwenhöhle, auf der Mittelbrücke, auf der Südstrandbrücke sowie entlang der Promenade kam es seinerzeit zu hässlichen Schmierereien.
„Dieser Vandalismus ist für mich unerträglich“, sagt Wyks Bürgermeister Uli Hess. „Ich will und werde es nicht tolerieren. Da sind zum einen die hohen Reparaturkosten. Geld, das wir anderswo gern investiert hätten. Und dann ist da diese verstörende Respektlosigkeit. Viele, viele Menschen arbeiten täglich hart dafür, dass wir und unsere Gäste es schön haben. Während andere ohne Sinn und Verstand nur an Zerstörung denken.“
Die Stadt Wyk hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Zur Ergreifung der Täter hat der Bürgermeister eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.