Am 10. März weht wieder die Flagge Tibets in Wyk

23.02.2026

Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte sind nach dem deutschen Verständnis unteilbare, fundamentale globale Güter.

Seit 30 Jahren gibt es in Deutschland die Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“. Jedes Jahr am 10. März setzen Städte, Gemeinden und engagierte Menschen in ganz Deutschland ein sichtbares Zeichen für Freiheit, Menschenrechte und den Erhalt der tibetischen Identität. 

Am 10. März 1959 gab es in Llasa, der Hauptstadt von Tibet, weder gewaltlosen Frieden noch Gerechtigkeit. Seit 1950 stand Tibet nach einer Invasion de facto unter chinesischer Herrschaft. Als die Chinesen darauf bestanden, dass der 14. Dalai Lama an jenem 10. März ohne seine Leibwache an einer Theateraufführung teilnehmen sollte, versammelten sich knapp 30.000 Tibeter, um ihr Oberhaupt von dieser sehr verdächtig wirkenden Einladung abzuhalten und ihn vor einer möglichen Entführung zu beschützen. Der Dalai Lama versprach, dass er die Einladung ausschlagen würde. Doch aus dem Protest der Tibeter wurde in den 13 Tagen mehr und mehr ein Aufstand mit der Forderung nach der Unabhängigkeit für Tibet. Am Morgen des 23. März verloren die Tibeter die letzte Schlacht. Der Dalai Lama war bereits in der Nacht zum 18. März, lediglich mit einem schwarzen Mantel ausgestattet, in Richtung indisches Exil geflohen. Die Repressionen der Chinesen gegen die Tibeter dauern bis heute an.

Wie schon in den letzten Jahren nimmt die Stadt Wyk auch in diesem Jahr an der Aktion der Tibet Initiative Deutschland e.V. teil. Am 10. März 2026 wird vor dem Sitz des Bürgermeisters am Hafendeich und vor dem Amtsgebäude des Amtes Föhr-Amrum, welches diese Aktion ebenfalls begrüßt, die tibetische Flagge im Nordseewind wehen. Die Flagge ist ein Symbol für Tibets Anspruch auf Selbstbestimmung und Freiheit.

Jährlich erinnert die Flaggenkampagne daran, dass Sprache, Religion und Kultur der tibetischen Bevölkerung bedroht sind – und dass Unterstützung weiterhin notwendig bleibt. Das Hissen der Flagge im öffentlichen Raum macht Tibet sichtbar und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement auf lokaler Ebene. Auf dem Staatsgebiet Chinas ist die tibetische Flagge streng verboten.

 

„Gern wollen wir am 10. März in Wyk Flagge zeigen. Dieser Tag gehört Tibet. Doch es liegt in unserer Verantwortung jeden Tag im Jahr Flagge zu zeigen. Täglich unsere eigene Identität sichtbar zu machen und Haltung zu beziehen. Und für Werte wie Freiheit, Toleranz und Demokratie einzustehen.“ 

Wyks Bürgermeister Uli Hess