Hintergrund und Entwicklung

Der Tourismus auf Föhr boomt, die Immobilien- und Bodenpreise steigen. Mit der Folge, dass Dauerwohnraum für Insulaner immer knapper und zunehmend unbezahlbarer wird. Die Stadt hatte vor einigen Jahren mit dem nördlich des Kortdeelsweges gelegenen Neubaugebiet versucht, gegenzusteuern (Bebauungsplan 51). Dass nach der Besiedelung des Areals noch immer eine hohe Nachfrage an Bauplätzen für die einheimische Bevölkerung besteht, macht den Druck auf den insularen Immobilienmarkt und die Verknappung von Dauerwohnraum nochmals deutlich.

Die Stadt will weiterhin kostengünstige Bauflächen anbieten. Möglich machen soll dies der Erwerb von Außenbereichsflächen, die sich für die Entwicklung zu Bauland eignen. Südlich des Kortdeelsweges konnten mehrere Flächen erworben werden. Auf diesem Gebiet wurde analog zum B-Plan 51 und mit identischen Planungszielen der B-Plan 44 aufgestellt. Geplant ist die Erschließung eines Baugebietes auf einer Fläche von zirka drei Hektar. Die Flächen sollen im Erbbaurecht vergeben werden.

Dem Trend zu einer höheren Verdichtung folgend, soll möglichst viel Wohnraum geschaffen und auf Einzelhäuser weitestgehend verzichtet werden. Im Fokus werden überwiegend Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser stehen. Vorgesehen sind Grünzüge sowie Fuß- und Fahrradwege und mit der Ansiedlung einer Kindertagesstätte soll auch der Bedarf junger Familien berücksichtigt werden.

Mit der Ausarbeitung des Planentwurfes wurde das Kieler Büro B2K Architekten und Stadtplaner beauftragt. Für die Erschließungsplanung erhielt die Wasser- und Verkehrskontor GmbH aus Neumünster den Zuschlag.