Erneuerung der Spritzschutzmauer am Wyker Fähranleger
31.03.2026
Seit Jahrzehnten schützt die Spritzschutzmauer am Wyker Fähranleger die Passanten und geparkten Fahrzeuge vor aufspritzendem Wasser. Als Sandfang hält sie zudem den Sand dort, wo er hingehört. Doch mit bloßem Auge ist schon länger zu erkennen: Die Mauer ist in die Jahre gekommen. Seitens der Stadt Wyk hieß es, einem Umstürzen von Mauersegmenten unbedingt zuvorzukommen. Nicht auszudenken, wenn solch ein Mauerteil auf ein Auto oder gar eine Person fällt! Gefahr war also im Verzug, es hieß diesen Mangel schnellstmöglich abzustellen.
Seit Mitte März arbeitet die Firma Wyker Tiefbau nun im Wyker Hafen. Pro Woche werden zwei Fundamente und Wände neu errichtet. Martin Limbrecht, Mitarbeiter der Wyker Tiefbau, erklärt: „Wir hätten gern schon im Januar begonnen, doch machte uns das winterliche Wetter einen Strich durch die Rechnung.“ Limbrecht kennt die Wand gut, bereits sein Vater ist hier federführend tätig gewesen. „An einigen Stellen ist die Bewehrung am Fundament abgerostet. Zwar konnte vor ein paar Jahren noch an mehreren Stellen unten die Schürze verstärkt werden, aber jetzt ist es Zeit.“
Die neue Hafenwand mit einem Bauvolumen von knapp 700.000 EUR wird sich optisch an das hintere Teil der Hafenmauer zwischen Bushaltestelle und Fähranleger 3 anpassen. Bauliche Bedenken seitens des LKN.SH gab es keine, da es sich bei der Mauer um keinen ausgewiesenen Hochwasserschutz handelt und der Neubau in der bisherigen Größe durchgeführt wird.
Auf einer Länge von 220 Metern wird die Mauer nun vom alten Hafenamt bis in etwa zur Höhe der Bushaltestelle erneuert. An beiden Enden wird es jeweils einen Durchgang geben: Einen Zugang für Spaziergänger und Badende am Hafenamt und ein Tor für Fahrzeuge des Städtischen Bauhofes am Fähranleger.
Als vorbereitende Tätigkeiten wird neben dem alten Mauersegment auch das das knapp 1,5 m tiefe Fundament entfernt. Dann wird die Sohle der Winkelstützwand geschalt, bewehrt und betoniert. Als nächstes wird die bewehrte Wand mit einer zweiseitigen Rahmenschale eingeschalt und anschließend betoniert und verdichtet. Hierbei handelt es sich um einen zertifizierten Beton nach Werksgemisch. Das genormte Produkt garantiert eine gleichmäßig gute Qualität. Bei diesem Stahlbeton C35-45 handelt es sich um einen Splittbeton, der frost- und tausalzbeständig ist und in Wyk auch schon an der Promenade am Südstrand mit Erfolg verwendet worden ist. Die einzelnen Mauerteile werden verzahnt und mit einem Fugenband verbunden. Dies ermöglicht eine bestmögliche dichte Verbindung und verhindert eine Verschiebung. „Ich kann versichern, dass das momentan vorhandene Schadensbild nicht wieder auftreten wird“, bestätigt Martin Limbrecht.
Mit dem Bau der Spritzschutzmauer, welcher bis August 2026 fertiggestellt wird, kommt die Stadt Wyk ihrer Verkehrssicherungspflicht nach.
„Leider hat der Winter die Bauzeit um mindestens zwei Monate nach hinten verschoben, doch stellt die Mauer eine wichtige Schutzfunktion für den Hafenbereich dar. Wir versprechen vollste Rücksichtnahme insbesondere in der Saison.“ Uli Hess, Bürgermeister Stadt Wyk |