Feierlicher Abschied mit Musik, Spalier und gellenden Martinshörnern

Mit „kleinem Zapfenstreich“, Spalier und Fackeln sowie lautstarken Martinshörnern und Präsenten wurde Kai Sönnichsen am Freitagabend auf dem Rathausplatz von der Wyker Freiwilligen Feuerwehr aus dem Amt des Wehrführers verabschiedet. Ein Rückzug, der schon rund ein Jahr zuvor geplant war und der vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und damit einhergehender Kontaktbeschränkungen, die die Wahl des Nachfolgers schwierig gemacht hatten, verschoben worden war.

„Ich freue mich, dass ich 13 Jahre lang Wyker Wehrführer sein durfte“, hatte Sönnichsen sichtlich bewegt zuvor betont und seinem Kommando für eine insgesamt schöne Zeit gedankt. Im Sitzungssaal des Amtsgebäudes hatte Wyks Bürgermeister Uli Hess im Beisein der Kommandoführung den scheidenden Wehrführer offiziell verabschiedet und ihm und dessen Lebensgefährtin Kirsten Hinrichsen mit Blumen und einem Reisegutschein gedankt.

Die Feuerwehr sei der Inbegriff für Verlässlichkeit, über 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr, sagte Hess. „Dafür steht der Wehrführer und diese Rolle hat Kai Sönnichsen vorbildlich ausgefüllt.“ Eine 48-jährige Mitgliedschaft bei den Brandschützern sei keine Selbstverständlichkeit, bescheinigte der Bürgermeister dem Wehrführer a.D., der 1973 in die Jugendwehr eingetreten und diverse Lehrgänge sowie viele Einsätze später 2009 zum Wehrführer gewählt worden war. Es folgten 13 Jahre, in denen gemeinsam mit der Stadt unter anderem sukzessive der Fahrzeugpark erneuert und zuletzt die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses angeschoben worden waren.

Auf Kai Sönnichsen folgt Jörg Carstensen. Der stellvertretende Amtswehrführer und Beisitzer im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Nordfriesland hatte sich bei der Wahl im September gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Auch er sei mit 43-jähriger Feuerwehrzugehörigkeit ein Urgestein, der im wahren Wortsinn wie sein Vorgänger „für die Feuerwehr brennt“, betonte Hess, bevor er Jörg Carstensen die Ernennungsurkunde überreichte und vereidigte.

Der neue Wehrführer kündigte eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Stadt an und bescheinigte seinem Vorgänger in den vergangenen 13 Jahren „eine sehr gute Arbeit“. Die er – möglicherweise mit einigen Änderungen – weiterführen werde. Die Führung sei nur so gut wie die Mannschaft und es werde immer schwieriger, junge Leute für den Eintritt in die Wehr zu motivieren. „Es ist eine Aufgabe für das Kommando und auch für mich, dass wir einsatzfähig bleiben“, kündigte Carstensen an, dieses Problem auch künftig vehement anzugehen.