Stadtvertreter beschließen Haushalt für 2022

Nach der Beratung im Finanzausschuss haben auch die Wyker Stadtvertreter den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 2022 der Stadt einstimmig beschlossen. Im Finanzausschuss hatte Peter Schaper, stellvertretender Vorsitzender des Gremiums, den Entwurf skizziert.

Demnach wird der Haushalt der Stadt nach dem Entwurf voraussichtlich mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.246.800 Euro (Vorjahr minus 645.700 Euro) abschließen. Eine deutliche Steigerung, obwohl höhere Einnahmen etwa im Bereich der Gewerbesteuern (plus 600.000 Euro) zu erwarten sind. Damit sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer auch im zweiten Corona-Jahr gestiegen. Dem gegenüber stehen Mindereinnahmen. So steigen die Verlustausgleiche der städtischen Eigenbetriebe um knapp 179.000 Euro, die Kosten für Kita und die Unterhaltung des Helu-Heims um rund 650.000 Euro und die positive Finanzkraft wirkt sich auf die Kreis- und die Amtsumlage aus: Zusammen ergibt sich hier eine Steigerung in Höhe von rund 850.000 Euro.

Der Finanzplan sieht Investitionen in Höhe von knapp 8,5 Millionen Euro vor. Wesentliche Posten sind hier unter anderem die Arealentwicklung Lüttmarsch und die Verlagerung des Regenrückhaltebeckens Lüttmarsch (jeweils rund 1,9 Millionen Euro), das Wohnraumgebiet im B-Plan 44 (gut 1,6 Millionen Euro), Mehrkosten für Baumaßnahme im Gewerbegebiet (600.000 Euro), die Faulturmsanierung an der Kläranlage (800.000 Euro) oder die Sanierung eines Pumpwerkes (680.000 Euro). Investitionen, die teilweise kreditfinanziert werden sollen.

Nach dem Entwurf beläuft sich die Liquidität der Stadt im Februar 2022 auf gut 10,3 Millionen Euro. Wyks Bürgermeister Uli Hess wies darauf hin, dass der Haushaltsentwurf konservativ gerechnet und davon auszugehen sei, dass sich die prognostizierte Unterdeckung in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro zum Jahresende positiv relativieren wird.