Leitgedanke

Im Hinblick auf die Tourismuswirtschaft sind die Strände ein entscheidender Faktor für die Entwicklung der Insel. Deren Erreichbarkeit und Infrastruktur tragen wesentlich zur Entwicklung der jeweiligen Gemeinde bei. Um diese gut für die Zukunft aufzustellen, sah das Planungsbüro vielfachen Handlungsbedarf. Den roten Faden bildet der Leitgedanke, vorhandene Strukturen und Angebote zu bewahren und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Die Qualität der vorhandenen Strandinfrastruktur soll verbessert und die Quantität lediglich nachfragekonform angehoben werden.

Raumordnung und Landschaftsplanung sowie gesetzliche und naturschutzrechtliche Vorgaben spielen im Strandbereich dicht an den Naturschutzbereichen eine wesentliche Rolle. Hier sollen bestehende Strukturen gesichert und nur punktuell weiterentwickelt werden. Das Konzept teilt die Strandzugänge/‑abschnitte in vier Kategorien ein, die wiederum mit einem Ausstattungskatalog verknüpft sind. Themenbereiche wie Gastronomie, Freizeiteinrichtungen oder Sanitäranlagen können im Baukastensystem zusammengestellt werden. Ein System, das einzelne Ausstattungen an den Stränden der beteiligten Gemeinden vergleichbarer macht.

Dem informellen Konzept kommt durch den Beschluss eine politische Selbstbindungswirkung zu. Wie für alle beteiligten Gemeinden ist es auch für Wyk Maßgabe für alle weiteren Entwicklungen, die den Strand betreffen. Da das Konzept auf die Zukunft ausgerichtet ist, ist für die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen ein Zeitraum von fünf bis zehn Jahren vorgesehen. Dabei sind die Kategorien nicht in Stein gemeißelt: Bei unerwarteten Entwicklungen wie etwa Küstenbaumaßnahmen, die die Umsetzung einer vorgesehenen Kategorie in einer Gemeinde verhindern, wäre ein Tausch möglich. Im Laufe der Jahre soll die Umsetzung kontrolliert werden und eine Überarbeitung oder Fortschreibung ist möglich. Nötig ist dafür ein erneuter Abstimmungsprozess mit allen jeweils Beteiligten.