Warum wird gebaut

Es ist ein altes Thema: Die in den 1960-er Jahren erbaute und 1980 sanierte rund 125 Meter lange Wyker Mittelbrücke ist marode und um die Sicherheit zu gewährleisten, sind regelmäßige Wartungsarbeiten notwendig. Den ersten Grundsatzbeschluss für einen Neubau hatte die Wyker Stadtvertretung bereits 2010 gefasst. Andere wichtige Aufgaben für den Hafenbetrieb zwangen die Verantwortlichen jedoch, die Umsetzung zunächst auszusetzen.

2016 kam das Thema erneut auf die Agenda, 2017 wurden die Planungen für den Neubau wieder aufgenommen. Das Planungsbüro BHF Landschaftsarchitekten aus Kiel arbeitete Entwurfsplanungen aus und nahm eine erste Kostenschätzung vor. Auf Grundlage dieser Planung wurden entsprechende Förderanträge eingereicht und die Realisierung des Projektes musste erneut zurückgestellt werden.

Mit den Jahren stiegen die erforderlichen Reparaturarbeiten und damit die Unterhaltungsaufwendungen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit der Brücke. Belag und Unterkonstruktion sind stark sanierungsbedürftig und es ist klar, dass die Standsicherheit der Brücke in absehbarer Zeit nicht mehr gewährleistet werden kann. Vor diesem Hintergrund soll der bereits länger geplante Neubau im kommenden Jahr realisiert werden. Nach der erneuten Ausschreibung wurde das Büro b&o Ingenieure/Ramboll aus Hamburg mit der Generalplanung beauftragt.

Vorgesehen ist, die vorhandene Brücke nach der Saison 2021 zu demontieren und die neue Brücke bis Juni 2022 fertigzustellen. Die verwertbaren Pfähle und Bretter der vorhandenen Brücke sollen zur Wiederherstellung der Südstrandbrücke verwendet werden.

Mehr als ein Jahrzehnt nach dem ersten Grundsatzbeschluss soll das Projekt nun an den Start gehen; geschätzte Kosten: 4,9 Millionen Euro. Für die Stadt ist die Verzögerung am Ende ein Vorteil: Nachdem anfangs eine Förderung in Höhe von 50 (2017) beziehungsweise 70 Prozent (2020) im Raum stand, liegt für die Durchführung der Maßnahme aktuell eine Zusage in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Kosten aus dem Landesprogramm Wirtschaft zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur vor.