Neue Steganlage: bis zu 20 weitere Liegeplätze

Der Wyker Hafenbetrieb hat auf die steigende Nachfrage nach Liegeplätzen im Sportboothafen reagiert und bis zu 20 weitere Liegeplätze für Boote unterschiedlicher Größe geschaffen. Waren es bisher rund 260 Plätze, sind es nun zirka 280 bei maximaler Auslastung.

Die Zahl der Dauer- und Gastlieger im Wyker Sportboothafen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Für die große Nachfrage reichten die Liegeplätze nicht mehr aus. Insbesondere für größere, mehr als zwölf Meter lange Boote, mit denen auch Gastlieger zunehmend Wyk ansteuern, wurde es eng: Sie sind breiter und schwerer und können nicht mehr an den normalen Schwimmstegen festmachen. Anfragen für solche Boote gebe es bereits, sagt Gerd Jakobsen vom Wyker Hafenbetrieb, einige Verträge für das kommende Jahr seien bereits abgeschlossen.

An der neuen, 50 Meter langen Steganlage können maximal zehn Boote am Hauptsteg hintereinander oder „im Päckchen“ festmachen. Weiter wurden fünf 16 Meter lange Ausleger mit insgesamt zehn weiteren Liegeplätzen errichtet. Die zwei Meter breiten Stege sind am Ende jeweils mit einem Pfahl versehen und somit stabil gebaut. Ein wichtiger Fakt, denn je größer das Boot, desto stärker die Hebelwirkung insbesondere bei stärkerem Wind.

Noch vor den derzeit vorherrschenden Lieferschwierigkeiten und Kostenexplosionen war die Anlage im Oktober 2021 bei der Firma Alu-Bau aus Büdelsdorf bestellt worden. Nachdem das Sylter Unternehmen Nahmen Christiansen die alte Holzbrücke abgerissen und die Haltepfähle gesetzt hatte, wurde die in Einzelteilen angelieferte Steganlage von den Arbeitern des Wyker Hafenbetriebes im Mai installiert. Als finale Maßnahme folgte im Juni die Stromversorgung durch den Oevenumer Elektroinstallateur Daniel Koop, seither sind die Liegeplätze in Betrieb.

Für die Gebrauchsabnahme kamen nun der Geschäftsführer Michael Jahn und Viktor Osbahr von der Firma Alu-Bau nach Föhr. Bei Anlagen dieser Größenordnung ein normaler Vorgang, um mögliche Fragen persönlich klären zu können, sagte Michael Jahn. Der Schwimmstegbau gehört zum Kerngeschäft des Büdelsdorfer Unternehmens, das sowohl den Hafenbau (Motorboot, Yachten) als auch den Sportbereich (Rudern, Kanu) abdeckt.

Rund 250.000 Euro hat der Hafenbetrieb in die dringend nötige Erweiterung investiert. Die Anlegemöglichkeiten im Wyker Hafengebiet sind mit Abschluss dieser Maßnahme derzeit ausgereizt.