Grusswort 
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Wyk auf Föhr
und liebe Gäste auf unseren Internetseiten,
Seit dem 1.1.2007 ist Wyk „eingeamtet“ in das neue Amt Föhr-Amrum.
Für Sie als Wyker Bürgerin oder Bürger hat sich nicht allzu viel
geändert, da sich die Verwaltung des neuen Amtes im bisherigen Wyker Rathaus
befindet. Für die Beamten und Beschäftigten der bisherigen Ämter (Amt
Föhr-Land, Amt Amrum und Stadt Wyk auf Föhr) bedeutete diese Zusammenführung
aber zuerst einmal sehr viel Arbeit. Inzwischen haben sich die Verwaltung und
auch die Politik weitgehend in die neuen Strukturen eingearbeitet, wenn auch z.
B. die neu eingeführte doppische Buchführung insbesondere für die Politiker
noch gewöhnungsbedürftig ist.
Die neuen Strukturen des Amtes werden auf der Homepage www.amtfa.de
präsentiert. Dort können Sie am Computer von zu Hause aus schnell und einfach
möglichst vieles erfahren, was Ihnen bei Ihrem virtuellen oder tatsächlichen
Behördengang hilft.
Im Zuge der Eingliederung in das Amt Föhr-Amrum hat die Stadt Wyk auf Föhr
ihre Verwaltungsaufgaben an das neue Amt – das von einer Amtsdirektorin
hauptamtlich geleitet wird – abgegeben und entschieden, dass damit ein
hauptamtlicher Bürgermeister als Chef der Verwaltung für die Stadt nicht mehr
notwendig ist. Inwieweit die vielfältigen Aufgaben auf diese Weise angemessen
erledigt werden können, wird die Zukunft zeigen.
Der neue – ehrenamtliche – Bürgermeister hat in einigen Bereichen
weiterhin eine Verwaltungsfunktion. So ist er verantwortlich für das
städtische Jugendzentrum, einen Verkehrsüberwacher und die vollbiologische
Kläranlage, die die Abwässer der Stadt und der östlichen Inseldörfer
entsorgt. Seine Hauptaufgabenfelder sind der Vorsitz der Stadtvertretung (vorher
durch den Bürgervorsteher wahrgenommen), die rechtliche Vertretung der Stadt
(vorher durch den hauptamtlichen Bürgermeister) sowie die Repräsentation der
Stadt (vorher durch Bürgervorsteher und hauptamtlichen Bürgermeister).
Weiterhin ist er Dienstvorgesetzter der Werkleiter des Hafenbetriebes und des
Liegenschaftsbetriebes. Darüber hinaus ist der Bürgermeister in Gremien der
inselweit tätigen Tourismus GmbH, der Wyker Dampfschiffs-Reederei und in
weiteren Föhrer und regionalen Institutionen tätig.
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner, nach der Wahl durch die Stadtvertretung
im Dezember 2006 bin ich seit dem 1.1.2007 Ihr Bürgermeister. Dieser
anspruchsvollen Herausforderung stelle ich mich gern mit aller Kraft. Ich freue
mich über diese Aufgabe und auf den Kontakt mit Ihnen!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bürgermeister
Heinz Lorenzen
Kontakt:
Hafenstraße 23, 25938 Wyk auf Föhr
Tel. 04681 5004-820
Fax: 04681 5004-850
E-Mail: h.lorenzen@wyk.de
Sprechzeiten:
Mo.-Fr. 09.00 - 10.00 Uhr und nach Vereinbarung
Anmeldung bitte bei Frau Mertin, Tel. 04681 5004-821
Unser Stadtporträt haben wir wie folgt gegliedert:
- Geschichte
- Stadtwappen
- Zahlen, Daten Fakten
Als eigenständige Gemeinde wird Wyk urkundlich seit Mitte des 17. Jahrhunderts in den
historischen Quellen erwähnt. Damals bestand der Ort nur aus wenigen Häusern, deren
Bewohner in der Hauptsache vom Fischfang lebten.
1704 erhielt der Ort die Hafengerechtigkeit, zwei Jahre später die Rechte eines
Fleckens verliehen. Mit der Gründung eines Seebades im Jahre 1819 - Wyk ist eines
der ältesten Seebäder - begann ein neuer, entscheidender Abschnitt in der
Geschichte der Stadt. Ärzte und Gäste hatten die heilklimatischen Vorzüge der Insel in
der Nordsee erkannt, was bald auch in steigenden Gästezahlen seinen Niederschlag fand. In
der sogenannten "Königszeit" in den Jahren 1842 bis 1847 erlebte Wyk durch die
Sommeraufenthalte des dänischen Königs Christian VIII eine besondere Blütezeit.
1857 wurde die Stadt von einer großen Feuersbrunst heimgesucht, welche die Hälfte der
Stadt zu einem Schutthaufen verwandelte und 118 Familien obdachlos werden ließ. Ein
zweiter Großbrand im Jahre 1869 zerstörte auch die zwölf Jahre zuvor verschonten
Gebäude. Diese Brände führten zur Bildung der Freiwilligen Feuerwehr Wyk am 7. November
1878.
Sieben Jahre später wurde die Wyker Dampfschiffs-Reederei gegründet, die heute mit
ihrem modernen Schiffspark die größte Reederei an der schleswig-holsteinischen
Westküste und gleichzeitig der größte Arbeitgeber der Insel Föhr ist. Sie fusionierte
1971 mit der Amrumer Schiffahrts AG.
Im Jahre 1898 wurde am damals noch nicht bewohnten Südstand von Dr. Gmelin das
Nordsee-Sanatorium errichtet, dem bald weitere Bauten folgten. Es entstand eine große
Parkanlage, der sich in späteren Jahrzehnten große Baumanpflanzungen in allen Teilen der
Stadt anschlossen und den Ruf Föhrs als "grüne Insel" festigten.
1924 wurde Boldixum eingemeindet. Die Weltwirtschaftskrise und der 2. Weltkrieg warfen
ihre Schatten auch über Föhr. Die Auswirkungen hielten sich jedoch in Grenzen. In den
Jahren 1945 bis 1947 fanden viele Vertriebene aus den Ostgebieten in Wyk eine
- oftmals nicht nur vorübergehende -Zuflucht. Erkennbar wird dies insbesondere
an den Einwohnerzahlen. Während 1939 noch 2.824 Einwohner gezählt wurden, waren es 1947
bereits 6.267 und drei Jahre danach 4.850 Einwohner.
In den Zeiten des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwunges nach dem 2. Weltkrieg
wurden von der Stadt und privater Seite hohe finanzielle Investitionen getätigt, um das
Nordseeheilbad im Wettbewerb umliegender Bäder konkurrenzfähig zu halten. So wurde z.B.
in den Jahren 1950 bis 1965 der größte Teil der Straßen ausgebaut und 1954/55 mit dem
Bau einer Vollkanalisation - seit 1967 ist das gesamte Stadtgebiet an die
Kanalisation angeschlossen - und einer mechanischen Kläranlage begonnen.
1956/57 folgte der Bau eines den damaligen Anforderungen entsprechenden
Kurmittelhauses. 1964/65 die Erweiterung des Hafenbeckens und Erneuerung der West- und
Nordkaje sowie der Beitritt zum Wasserbeschaffungsverband Föhr im Jahre 1967. Anfang der
siebziger Jahre wurde das Kurmittelhaus erweitert und ein Meerwasserhallenbrandungsbad
errichtet. Dieses wurde im Jahre 1995 durch den Neubau des Familienbades
aqua Wyk-Föhr ersetzt.
In diesen Zeitraum fiel auch der Bau des Fähranlegers (1968/70), womit dem ständig
gestiegenen Personen- und Kraftfahrzeugverkehr zwischen Föhr und Dagebüll Rechnung
getragen wurde. Der im Jahre 1977 begonnene Ausbau des Vorhafens ist in den Jahren 1983/84
fortgesetzt worden. Den Fischereifahrzeugen und Sportbooten stehen nunmehr zweckmäßige
Einrichtungen zur Verfügung, der Schiffsverkehr im Innenhafen wurde entflechtet und der
Lösch- und Ladebetrieb gesichert. Mit einer aufwendigen Sanierung und Erweiterung des
Fährhafens ist im Jahre 1995 begonnen worden.
Dem Erhalt der Konkurrenzfähigkeit als Badeort und Verbesserung der Wohnqualität
dienten auch die wiederholten Strandaufspülungen - zuletzt im Jahre 1990 und
zugleich als Uferschutz - und der Ausbau der Fußgängerzone im Stadtkern. Diesem
Aufgabenbereich zuzuordnen ist auch die Modernisierung des Kurmittelhauses in den Jahren
1985 bis 1987 und die Umgestaltung des Rathausvorplatzes im Rahmen der Sanierung der
nördlichen Hafenstraße sowie der Bau des Umweltzentrums.
Mit dem Bau des Schul- und Sportzentrums in den Jahren 1975/76 war es möglich, den
Real- und Hauptschulunterricht zeitgerecht fortzuführen. Zwischenzeitlich wurde dort auch
das Gymnasium baulich integriert. Im Jahre 1983 wurde mit dem Bau des ersten
"echten" Rathauses begonnen, welches Ende 1984 bezugsfertig war und nunmehr der
Stadt- und Kurverwaltung zur Bewältigung der künftigen Aufgaben als Dienstgebäude zur
Verfügung steht.
Im Mai 1987 fing man mit dem Bau des Kleinen Kulturzentrums an, in dem Räume der
Grundschule, der öffentlichen Bücherei sowie der Musikschule Föhr integriert wurden. Im
Herbst 1988 konnte das Kleine Kulturzentrum ihrer Bestimmung übergeben werden.
1990 bis 1992 wurde ein neues Feuerwehrgerätehaus errichtet. Das bisherige
Feuerwehrhaus wurde zum Jungendzentrum umgebaut.
Weitere Quellen zur Geschichte der Stadt und der Insel finden Sie in
folgenden Archiven:
www.kreisarchiv.nordfriesland.de
www.friesen-museum.de
www.ferring-stiftung.net
Auf der Eingangsseite unseres elektronischen Rathauses haben Sie es bereits gesehen -
wer das Wyker Rathaus betritt, kann es links von der Eingangstür auf einer Bronzeplatte
betrachten: Das Stadtwappen mit seinem Spruch vom "ungewissen Schicksal" des
Gemeinwesens. Das Wyker Wappen ist in seiner heutigen Form von H. W. Lippert,
Brunsbüttel, entworfen und am 29.06.1956 genehmigt worden. Die amtliche Beschreibung
lautet:
"Über blauen Wellen in Rot ein goldener, havarierter Dreimaster des 17.
Jahrhunderts ohne Segel und mit abgebrochenen Stengen, überhöht von einem goldenen
sechsstrahligen Stern."
Der Inhalt des Wappens lehnt sich an ein altes Bildsiegel an, das 1706 in Zusammenhang
mit der Erhebung des Ortes zum Flecken angenommen wurde und ein havariertes Schiff des 17.
Jahrhunderts zeigte. Dass das Wappenmotiv von der Stadt Amsterdam "gestohlen"
sei, wie gelegentlich behauptet wird, stimmt also nicht. Das Wappen Amsterdams ist eher
eine geometrisch wirkende Zeichnung mit Kreuzen und Strichen.
Zum Wyker Wappen wird meistens das Spruchband hinzugefügt: "Incertum quo fata
ferunt", das heißt "Ungewiss ist, wohin das Schicksal führt". Wie das
Schiffsmotiv weist auch das Spruchband auf die Gefahren der Seefahrt hin, deren Bedeutung
in früheren Jahrhunderten für Wyk groß war.
Föhr ist eine 82 km² große Insel im nordfriesischen Wattenmeer vor der Deutschen
Nordseeküste. Die Insel ist 12,5 km lang und 8,5 km breit und hat einen Umfang von rund
36 km. Neben der Stadt Wyk auf Föhr mit ihren rund 4.500 Einwohnern leben in weiteren elf
politisch selbständigen Gemeinden noch einmal insgesamt rund 4.200
Einwohner.
Das Stadtgebiet des Nordseeheilbades Wyk auf Föhr umfasst eine Fläche von knapp
798
ha. Die Grundlage des Wirtschaftslebens und der Wirtschaftsentwicklung bildet der
Fremdenverkehr. Wegen der insularen Verkehrsferne lässt sich die Ansiedlung von
Industriebetrieben nicht realisieren. Eine solche Industrieansiedlung, soweit sie sich
wegen der damit verbundenen Umweltbelastung nicht mit dem Fremdenverkehr verträgt, wäre
auch nicht erwünscht.
Soweit der Fremdenverkehr nicht bereits unmittelbar zum überwiegenden Teil die
gewerblichen Betriebe trägt, finden die übrigen Firmen des Gewerbes, Handels und
Handwerks zumindest ihre Existenzgrundlage im Fremdenverkehr, sei es durch angeregte
Bautätigkeit, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten, Anschaffung von
Betriebsausstattungen usw. Es ist daher festzustellen, dass nahezu jeder - ob Arbeitgeber
oder Arbeitnehmer - vom Fremdenverkehr lebt.
Wegen der Lage in einer Fremdenverkehrsregion werden an die Stadt aber auch besondere
Anforderungen gestellt. Durch die im Vergleich zu anderen Kommunen erheblich größere
Zahl von Feriengästen, Touristen und (Zweit-)Wohnungen ist darüber hinaus insbesondere
in den Bereichen Bau- und Ordnungsamt eine Mehrbelastung der Verwaltung zu erkennen
(größere Bautätigkeit, Fundbüro, Standesamt usw.). In der Hauptsaison leben in Wyk auf
Föhr mehr als 20.000 Menschen, während die offizielle Einwohnerzahl weniger
als 4.500
beträgt.
In einem der größten Enteignungsverfahren der Bundesrepublik Deutschland hat die
Stadt Wyk auf Föhr im Jahre 1994 nach Abschluss eines Vergleichs mit einer privaten
Gesellschaft, dem ein jahrzehntelanger Rechtsstreit vorausging, Eigentum an den
sogenannten ehemaligen Golfplatzflächen und dem Nordsee-Kurpark erworben. Die Flächen
sollen nun der Öffentlichkeit in angemessener Art und Weise zugänglich gemacht werden.
Trotz finanzieller Unterstützung durch das Land Schleswig-Holstein belasten die
Folgekosten des aufzubringenden Eigenanteils den Haushalt der Stadt erheblich. Die
gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen der privaten Gesellschaft und der Stadt Wyk
auf Föhr sind nach Abschluss des Vergleiches wieder neu entfacht worden.
Eine weitere finanzielle Sonderbelastung für die Stadt Wyk auf Föhr ist die mit
erheblichem Aufwand auf den neuesten Stand der Technik gebrachte Kläranlage. Da von den
Anschlussnehmern keine einmaligen Beiträge erhoben wurden, erhöht die als
Regiebetrieb im städtische Haushalt geführte Einrichtung den Schuldenstand der
Stadt erheblich. Zur Zeit werden politische Diskussionen darüber geführt, ob
die kostenrechnende Einrichtung komplett an das örtliche
Wasserversorgungsunternehmen (WBV Föhr) übertragen werden soll.
Mit einem Gesamtschuldenstand von
rund 9,3 Mio. EUR (ohne Schulden der Eigenbetriebe) liegt Wyk auf Föhr bei einer
Pro-Kopf-Verschuldung von mehr als 2.000 EUR je Einwohner an der Spitze der
Schleswig-Holsteinischen Städte.
Patenstadt von Wyk auf Föhr ist die Gemeinde Stepenitz/Pommern; Partnerstadt
ist Mittenwald
in Oberbayern.

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